Betriebsschließung durch Corona-Virus? Noch gibt es eine Versicherung

Betriebsschließung durch Corona-Virus? Noch gibt es eine Versicherung

Corona-Virus Krankheit

Aufgrund der aktuellen Corona-Pandemie erreichen uns viele Anfragen nach Versicherungsschutz.

+++ Eine Betriebsschließungsversicherung ist nur noch möglich für Arztpraxen für Allgemeinmedizin, Facharztpraxen und Zahnarztpraxen+++

Dabei ist das Risiko vielfältig: Betriebsunterbrechung, Betriebsschließung – Rückwirkungsschäden durch geschlossene Betriebe in der Lieferantenkette. Auch Veranstaltungsverbote, Einreiseverbote und die daraus resultierende Erstattung von Ticketpreisen und Umsatzeinbuße sind ein schwerer Schlag für unsere Wirtschaft.

Für einen Teil der Betriebe ist Versicherungsschutz noch möglich! Tatsache ist das die meisten Versicherer einen Annahmestopp für Neugeschäft ausgerufen haben. Diese ausgewählten Unternehmensarten können sich gegen die finanziellen Folgen teilweise sogar auf verschiedene Arten absichern.

Kurz zusammengefasst: Versicherungsschutz besteht über eine Betriebsschließungsversicherung für die Lebensmittelbranchen, das Gastronomie- und Hotelgewerbe und auch für Branchen aus dem Gesundheitssektor.

Konkret können dies z.B. folgende Betriebe sein: Lebensmittelproduktion, Lebensmittel- Großhandel, Einzelhandel mit Lebensmitteln, Supermärkte, Hotels, Restaurants, Cafés & Bars, Bäckereien, Bäckerei-Cafés, Ärzte / Humanmediziner, Zahnärzte / Zahnmediziner, ambulante Pflegedienste, stationäre Pflege / Pflegeheime.

Nur noch ein Versicherer zeichnet dieses Risiko – Stand Freitag 20:24.

Es ist unklar, wie lange der Abschluss noch möglich ist. Möglicherweise handelt es sich nur noch um Tage oder Stunden.

Haben Sie bereits eine solche Versicherung oder möchten Sie diese möglicherweise abschließen? Rufen Sie uns einfach an oder schreiben Sie uns eine Mail.

Es kann uneingeschränkter Versicherungsschutz im Rahmen der Betriebsschließungsversicherung geboten werden. Hierfür müssen lediglich zwei Voraussetzungen erfüllt sein:

Sofern es zur Isolierung von ganzen Gemeinden aufgrund behördlicher Anordnung zum Quarantänegebiet kommt, ist dies einer Schließung des Betriebs aufgrund behördlicher Anordnung gleichzusetzen.

Betriebsschließung

Für alle oben genannten Betriebe gibt es die Möglichkeit eine Betriebsschließungsversicherung abzuschließen. Hier werden vom Versicherer die Fixkosten übernommen, wenn die Behörden aufgrund von Seuchen oder Krankheiten nach §6 und §7 Infektionsschutzgesetz z.B. einen lebensmittelverarbeitenden Betrieb schließen. Das Corona- Virus wurde zwar aktuell in die Krankheiten nach §6 und §7 des Infektionsschutzgesetzes aufgenommen, bei manchen Versicherern gilt aber nur eine abschließende Aufzählung der versicherten Krankheiten in den Bedingungen, was auf das neuartige Virus noch nicht zutrifft.

Damit der Versicherer leisten muss. müssen zwei Voraussetzungen erfüllt sein:

1. Es handelt sich um eine meldepflichtige Krankheit und Krankheitserreger beim Menschen. Dieses Kriterium ist im Falle des Coronavirus seit dem 01.02.2020 erfüllt, denn die Meldepflicht gemäß des Infektionsschutzgesetzes wurde auf das Coronavirus ausgedehnt (s. CorViMV).

2. Die Schließung erfolgt durch die zuständige Behörde oder die Quarantäne nachgewiesen erkrankter Mitarbeiter führt zu einem Stillstand des Geschäftsbetriebs.

Ertragsausfall-, Praxisausfall in Folge von Krankheit

Für Ärzte und einige Selbstständige gibt es die Möglichkeit als Erweiterung zum Krankentagegeld eine Ertragsausfallversicherung für den Fall von Krankheit abzusichern – d.h. wenn der Arzt oder Selbständige ausfällt und somit der Betrieb eingestellt werden muss können die Fixkosten und der ggf. entgangene Gewinn abzusichern. Hier gibt es auch die Möglichkeit Corona-Fälle abzusichern, wenn der Inhaber / Arzt, welcher als Versicherte Person genannt ist selbst erkrankt. Nur die Quarantäne ohne nachweisliche Krankheit der versicherten Person ist aber auch hier oftmals nicht Gegenstand der Versicherung.

Betriebsunterbrechung

Die Betriebsunterbrechungsversicherung (KBU oder MBU) oder Ertragsausfallversicherung (MEA) setzt immer einen Sachschaden voraus, daher können Schäden durch Epidemien, Krankheiten oder auch Quarantäne nicht über dieses Produkt abgesichert werden. Bei manchen Versicherern ist dies sogar zusätzlich explizit als Ausschluss in den Bedingungen deklariert. Da das Risiko über die diese Sparte nicht absicherbar ist, finden Sie hierzu auch keine Informationen in der Corona-Liste.

Veranstaltungsausfall

Unser Spezialist und Hauptkooperationspartner eventassec im Bereich der Veranstaltungsversicherer hat uns bereits signalisiert, dass kein Versicherer aktuell bereit ist, das Risiko noch zu zeichnen. Hier können wir daher aktuell keine Lösung anbieten, daher finden Sie auch zu diesem Thema keine Informationen in der Corona-Liste.

Wichtig

Unsere interne Liste, welcher Versicherer noch welches Risiko zeichnet, wird ständig überarbeitet und wir können keine Garantie auf Versicherungsschutz gewähren. Die Versicherer behalten sich in der aktuellen Situation vor, die Risiken im Einzelfall zu prüfen, eine Wartezeit zu verhängen oder das Produkt vorrübergehend auch kurzfristig aus dem Sortiment zu nehmen. Wir sind bemüht, die Liste aktuell zu halten, eine Garantie für die Richtigkeit können wir dennoch nicht geben. Nicht jeder Versicherer informiert uns umgehend über kurzfristige Änderungen.